Ratten im Garten – und am Ende über 1.000 € los: Der Fall „Kammerjäger Fischer“

Wenn plötzlich Ratten im Garten auftauchen, handeln viele Menschen aus verständlicher Panik: Man will schnell Hilfe, bevor es schlimmer wird. Genau in so einer Notsituation hat sich ein Betroffener bei uns gemeldet – mit einem Erfahrungsbericht, der leider ein Muster zeigt, das wir immer wieder sehen.

Nach Angaben des Lesers trat der Anbieter „Kammerjäger Fischer“ so auf, als sei er vor Ort verfügbar. Doch statt eines erkennbaren Fachmanns sei jemand geschickt worden, der vor allem eines machte: chemische Mittel einsetzen. Das Problem daran: Laut Schilderung gab es keine klare Aufklärung, was genau verwendet wurde, wie lange das Mittel wirkt, welche Risiken bestehen – oder was man in der Zeit beachten muss. Gerade im Garten, wo Kinder, Haustiere oder andere Tiere betroffen sein können, ist Transparenz kein „Extra“, sondern Pflicht.

Die Maßnahme selbst soll ohne Erfolg geblieben sein. Die Ratten waren weiterhin da – und damit auch die Sorge. Als der Betroffene anschließend reklamierte, sei der Anbieter nicht mehr erreichbar gewesen bzw. habe nicht reagiert. Dazu kommt: Trotz einer angeblich zugesicherten Garantie habe es laut Leser weder Nachbesserung noch Geld zurück gegeben.

Unterm Strich steht für den Betroffenen ein Schaden von über 1.000 Euro – für eine Behandlung, die nach seiner Darstellung nicht geholfen hat und bei der zudem wichtige Informationen zum eingesetzten Gift gefehlt haben.

Mein Kommentar dazu: Wer in einer akuten Notsituation schnelle Hilfe sucht, ist besonders anfällig für Druck, leere Versprechen und unklare Leistungen. Wenn vor Ort chemische Mittel eingesetzt werden, ohne transparent über Wirkung, Dauer und Risiken aufzuklären, ist das ein massives Warnsignal. Und wenn Reklamationen danach ins Leere laufen, wirkt das nicht wie Dienstleistung – sondern wie ein System, das darauf setzt, dass Betroffene irgendwann aufgeben.

Deshalb veröffentlichen wir solche Berichte: Damit andere in derselben Lage schneller erkennen, wann etwas nicht stimmt – und nicht erst dann, wenn das Geld weg ist.